Turm von Pisa
Stadt: Pisa
Land: Italien
Fotos: Ivan Rossi
Die Beleuchtung des Turms von Pisa. Ein komplexes Projekt.

Der Turm von Pisa, besser bekannt als der „Schiefe Turm von Pisa“ ist der freistehende Glockenturm der Kathedrale S. Maria Assunta auf dem berühmten Domplatz „Campo dei Miracoli“. Er ist das Symbol der Stadt und gehört mit Sicherheit zu den repräsentativsten Ikonen Italiens.

Der Turm ist ca. 57 m hoch und wurde zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert n. Chr. errichtet. Insgesamt hat er acht Stockwerke, davon zwei Etagen mit Blendarkaden und sechs mit Säulengalerien. Die Neigung von etwa 4° ist auf eine Bodensenkung zurückzuführen, die bereits in den ersten Bauphasen auftrat.
Die Beleuchtung eines so wichtigen Denkmals erforderte ein komplexes Projekt, das in fast sechs Jahren entwickelt wurde.

Die heute sichtbare Beleuchtung ist das Ergebnis zahlreicher Versuche und Tests, die in Zusammenarbeit mit den Verbänden „Opera della Primaziale Pisana“ und „Delegazione Pisana“ und dem Aufsichtsamt durchgeführt wurden, um die perfekte Wirkung und die optimale Farbtemperatur zu finden, denn der raffinierte Kontrast zwischen Leichtigkeit und Robustheit, wodurch sich dieses Denkmal auszeichnet, sollte voll zur Geltung kommen. Die Transparenz und die Dreidimensionalität des Glockenturms, die Simse, das Wechselspiel zwischen vollen und leeren Räumen sowie zwischen Licht und Schatten, diese Elemente, die den Turm tagsüber ausmachen, werden durch die neue Beleuchtung von Targetti nun auch nachts perfekt hervorgehoben.

Auf jeder Ebene des Turms wurden auf dem Fußboden eigens entwickelte lineare LED-Leuchten positioniert, die keine Maurerarbeiten erfordern und die sich perfekt an die unterschiedlichen Größen der Ringe anpassen lassen. Dabei kommen Gelenkverbindungen zum Einsatz, welche die Leuchten miteinander verbinden. Aus beleuchtungstechnischer Sicht beleuchten die linearen Elemente die vertikalen Oberflächen und die Gewölbe auf gleichmäßige Art und Weise.

Für die achte Ebene – der Glockenstube – und für die Kuppel wurden Leuchten des Sortiments STILO mit Wallwasher-Optik verwendet, die so abgeändert wurden, dass sie perfekt zu den Bedürfnissen des Projekts passen. Auch in diesem Fall waren keine Maurerarbeiten erforderlich: Die Leuchten wurden direkt an den Trägern des Schutzgitters oder des Geländers verankert. Die Leuchten für die Beleuchtung der Kuppel sind im unteren Bereich mit einem Scharnier ausgestattet. So kann die Emission des Lichtflusses ausgerichtet und an den Verlauf des Glockenforums angepasst werden, wodurch die Neigung kompensiert und eine gleichmäßige Wirkung nach oben erzielt wird.
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