Galleria degli Uffizi
Heritage & Culture
Florenz | Italien
2018
Lichtgestaltung
Arch. Massimo Iarussi
Fotos
Officine Fotografiche
Galleria delle statue und delle pitture degli Uffizi
Die “Galleria delle Statue e delle Pitture”, auch bekannt als “Galleria degli Uffizi” ist eines der wichtigsten Museen der Welt. Es war Cosimo I de’Medici, der Giorgio Vasari mit diesem Projekt beauftragte. Ursprünglich befanden sich hier die “Uffizi”, also die Verwaltung- und Justizbüros von Florenz, doch bereits Ende des 16. Jahrhunderts ordnete der gebildete und kultivierte Francesco I De’Medici den Bau der echten “Galleria” an, die sich in der zweiten Etage des Gebäudes befindet und wo die große Kunstsammlung der mächtigen florentinischen Familie aufbewahrt wird. Heute ist die “Galleria delle Statue e delle Pitture” das meistbesuchte Museum Italiens (Daten des Jahres 2018) und steht auf europäischer Ebene an achter Stelle. Das künstlerische Erbe, das dieses Museum bietet, ist eine Reise durch die Kunst des Mittelalters und der italienischen Renaissance, und umfasst außergewöhnliche Werke von Giotto, Piero della Francesca, Leonardo, Raffaello, Botticelli, Michelangelo, Caravaggio.



Die Zusammenarbeit zwischen Targetti, dem “Polo Museale Fiorentino” und dem Denkmalamt begann im Jahr 2004 im Rahmen des Projekts der “Nuovi Uffizi”, einem der größten Museumsprojekte Europas. Konkret zeigte sich diese Zusammenarbeit erstmals im Jahr 2012 in der Beleuchtung der “Tribuna”, auf der Grundlage eines Projekts des Lichtplaners Massimo Iarussi. Es handelte sich um ein wichtiges Projekt, das den Übergang von den in dem Projekt von 2004 vorgesehenen traditionellen Leuchtmitteln zu LEDs markierte. Alle Restaurierungsarbeiten und die Installation der neuen Anlagen, darunter auch die Beleuchtungsanlage, wurden so durchgeführt, dass alle musealen Aktivitäten gewährleistet waren und weiterhin durchgeführt werden konnten; um dieses Ziel zu erreichen, war es notwendig, zahlreiche Vorarbeiten in Form von Untersuchungen, Studien und Berechnungen durchzuführen, um die Auswirkungen auf jeden möglichen Aspekt des in das Projekt einbezogenen Kontextes zu berücksichtigen. Neben dem Statuenbereich im Erdgeschoss, der grundlegend umgeändert wurde, betreffen die komplexesten Arbeiten die zweite Etage, insbesondere die Flure und die Säle mit Blick auf den ersten Flur, der auch “Levante” genannt wird. Es handelt sich dabei um Räume mit stark voneinander abweichenden Eigenschaften in Bezug auf Höhe, Decken und Art der Gemälde. Daher wurde für jeden Raum eine Beleuchtung mit anderen Eigenschaften entworfen, um eine klare Lesbarkeit der einzelnen Kunstwerke und gleichzeitig ihren maximalen Schutz zu gewährleisten. Die Überprüfung der Werte der Beleuchtungsstärke auf den Kunstwerken wurde sorgfältig durchgeführt. Und ebenso sorgfältig wurden die Lichtspektren der einzelnen Leuchtmittel ausgewählt, damit diese die Farben der Kunstwerke nicht verändern und sie in ihrer Originalfarbgebung betrachtet werden können.


Der Saal il Duecento und Giotto
Dieser Saal ist enorm hoch und zeichnet sich durch eine Holzdecke mit offenen Querbalken aus. Hier sollte das Beleuchtungssystem besonders leicht und flexibel sein. Ein H-förmiges Metallprofil ermöglicht eine indirekte und direkte Beleuchtung. Das System ist hängend installiert und umfasst für die Beleuchtung der Decke im oberen Bereich eine Leiste und für die Beleuchtung der Kunstwerke die Strahler LEDO mit einem hohen Farbwiedergabeindex. Die Strahler sind mit differenzierten Optiken und holographischen Filtern ausgestattet, wodurch das Lichtbündel noch weicher wirkt. Die Installationshöhe des Systems in Verbindung mit den optischen Systemen mit kontrollierter Leuchtdichte ermöglicht es, die Kunstwerke aus jedem Blickwinkel zu betrachten, ohne dass die Gefahr der Blendung besteht.In den Strahlern befinden sich Leuchtmittel mit 3000K und Ra97, sodass eine Aufwertung und umfassende Wahrnehmung der goldenen Hintergründe möglich sind, welche die Kunstwerke in diesem Saal kennzeichnen.

