"Luci d'alta quota" Manifattura Tabacchi
Heritage & Culture
Florenz | Italien
2026
Fotos
Bingyuan Lu, Yaochen Wu
Licht: perfekte Inszenierung von Materie
„Luci d’alta quota. Lettera di un amore di quarant’anni su pellicola“ ist eine Einzelausstellung des Fotografen Zhang Chaoyin, präsentiert in der eindrucksvollen Atmosphäre der Manifattura Tabacchi in Florenz. Die Ausstellung zeigt das außergewöhnliche Werk eines der bedeutendsten Vertreter der zeitgenössischen asiatischen Landschaftsfotografie: eine vier Jahrzehnte umfassende Auseinandersetzung mit der Himalaya-Region; Fotografie dienst sowohl dem dokumentarischen Festhalten als auch der kontemplativen Erfahrung. Die 50 Arbeiten, ausgeführt in der Platin-Palladium-Drucktechnik auf Papier und Seide, zeichnen sich durch außergewöhnliche Tiefe, Fülle an eingesetzter Materie und feine tonale Nuancierungen aus. Damit betrachtet der Besucher nicht nur eine bloße Landschaft, sondern wird in eine visuell förmlich sichtbar gemachte Atmosphäre des Lichts, der Stille und menschlicher Resilienz hineingezogen. Die großformatigen Prints schaffen eine immersive und kontemplative Atmosphäre, und werden darüber hinaus ergänzt durch eine monumentale Publikation "Himalaya" mit mehr als 3.500 Fotografien.



Das Licht übernimmt dabei eine zentrale interpretative Funktion: Es verstärkt die physische Präsenz der Werke und respektiert zugleich ihre empfindliche Materialität. Targetti ist als technischer Sponsor beteiligt und stellt das Beleuchtungssystem für die Ausstellungsräume bereit.

Die Ausstellung fand innerhalb der Manifattura Tabacchi statt, einer ehemaligen Tabakfabrik, die über siebzig Jahre in Betrieb war und 2001 geschlossen wurde. Der Komplex gilt als bedeutendes Beispiel italienischer rationalistischer Architektur und wurde im Rahmen eines umfassenden Regenerierungsprojekts restauriert und neu belebt, wobei seine industrielle Identität bei gleichzeitiger neuer kultureller Nutzung erhalten wurde. Vor diesem Hintergrund musste das Lichtkonzept sowohl auf den architektonischen Charakter der Räume als auch auf die spezifischen Anforderungen der fotografischen Ausstellung reagieren. Die Beleuchtung wurde als flexibles und präzises Instrument der visuellen Interpretation konzipiert, das sowohl die räumliche Wahrnehmung als auch die kuratorische Erzählung unterstützt.


Die speziell für Museen und Ausstellungen entwickelten Targetti Zeno-Strahler wurden hierfür aufgrund ihrer optischen Präzision, ihres visuellen Komforts und ihrer Flexibilität ausgewählt. Das Lichtkonzept kombiniert unterschiedliche Lichtverteilungen, um die räumliche Dramaturgie zu strukturieren und die materiellen Qualitäten der Werke hervorzuheben.



Wallwasher-Optiken erzeugen eine gleichmäßige vertikale Beleuchtung und betonen die Kontinuität der Ausstellungsflächen. Flood-Optiken sorgen für gezielte Akzentbeleuchtung, während Zoom-Optiken eine präzise Lichtlenkung und flexible Anpassung an Maßstab und Komposition ermöglichen. Das resultierende Lichtbild verbindet visuelle Hierarchie mit Homogenität und unterstützt eine kohärente Wahrnehmung der fotografischen Sequenz. Die kompakte Bauform und die zurückhaltende Integration der Leuchten gewährleisten eine minimale visuelle Präsenz im architektonischen Raum und bieten zugleich hohe Lichtqualität sowie präzise Lichtkontrolle.


